ENDEKIRCHHOFDACH

2016-10-03

Harald Kimmig, Jan F. Kurth, Ephraim Wegner

Schlossplatz Göppingen
10.00 am, Free Entrance

Die Komposition EndeKirchhofDach von Jan F. Kurth und Ephraim Wegner greift Teile des im Rahmen der Feldstudie Göppingen aufgenommenen Klangmaterials auf und verwendet Ausschnitte aus der grafischen Darstellung der Wellenformen als Partituren zur Festlegung von Spielanweisungen für verschiedene Instrumentierungen.

Zur Eröffnung des Spurensuche-Projektes auf dem Schlossplatz in Göppingen spielen Jan F. Kurth (Stimme) und Ephraim Wegner (Elektronik) die Komposition gemeinsam mit Harald Kimmig (Violine) im blauen Netzwerk-Doppeldeckerbus.

Im Anschluss an das Konzert können die Soundwalks erkundet werden. Von 10.30 – 15.00 werden die Abspielgeräte am Netzwerk-Bus ausgegeben.
Die Vernissage zur Klanginstallation A100 findet um 18:00 Uhr im Foyer der Kunsthalle Göppingen statt.


EndeKirchhofDach (UA)
(Jan F. Kurth, Ephraim Wegner)

für 2 – 3 Spieler beliebiger Instrumente in folgenden Kombinationen: 2 monophone Instrumente
1 monophones und ein polyphones Instrument
2 monophone Instrumente und 1 polyphones Instrument
Dauer: 20 Minuten

Das Stück ist in vier Teile von je 5 Minuten unterteilt. Das gesamte Tonmaterial ist eine Ganzton-Halbtonskala auf C über 4 Oktaven.

Das Notenmaterial sind Ausschnitte aus Wellenformen eines Fieldrecordings. Diese können vom Spieler verschieden ausgelesen bzw. interpretiert werden. Hauptaugenmerk liegt auf der jeweiligen Länge oder Höhe der Balken und der Gestalt einer Balkengruppe. Diese können

a) die zu spielenden Tonhöhen, wobei jedem Spieler pro Abschnitt zwischen 3 und 6 Tönen zur Verfügung stehen
b) die Dynamik, hier wird die Wellenform als dynamischer Verlauf betrachtet
c) den Geräuschanteil im Ton von 0 bis 100 %
d) die Klangfarbe
e) das Tempo
f) einzelne Ausschnitte des jeweiligen Abschnitts als Gestalt, die es improvisatorisch zu interpretieren gilt

darstellen.

In den Teilen 1 , 2 und 4 spielen alle Spieler die gleichen Ausschnitte, meist mit unterschiedlichen Tönen. Hier dauert jeder Abschnitt 50 Sekunden. Insgesamt stehen jedem Spieler ein Vorrat von 50 Sekunden Pause je Teil 1 , 2 oder 4 zur Verfügung. In Teil 1 , 2 und 3 liegt das Augenmerk auf den Schwarzen Balken, in Teil 4 auf den weißen Flächen der Bilder.

In Teil 3 spielen alle Spieler je eine lange Stimme mit dem gleichen Tonvorrat.

Zu den Tönen:
Das gesamte Tonmaterial ist eine Ganzton-Halbtonskala auf C über 4 Oktaven. Pro Abschnitt erhält jeder Spieler einen Tonvorrat von 3 bis 6 Tönen. Diese sind als Relationen zueinander angegeben. 0 bezeichnet das jeweilige tonale Zentrum, 1 den nächsthöheren Skalenton usw. Dabei können Töne oktaviert (0 –> 8, 1 –> 9 usw.) und invertiert werden. Mögliche Invertierungen sind:

1 <–> 7
2 <–> 6
3 <–> 5

Diese Notation ist dem System der Pitch-Class-Sets nachempfunden. Falls nicht anders angegeben kann der Spieler das jeweilige tonale Zentrum bzw. den Grundton (Ton “0″) innerhalb der Ganzton-Halbton-Skala für den jeweiligen Teil selbst festlegen.

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