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2014-03-17

Stephen Altoft, Ephraim Wegner

E-Werk Freiburg
08.30 pm, Entrance 7.00 / 5.00 Euro

Stephen Altoft (19tel Trompete) und Ephraim Wegner (Elektronik) präsentieren ein mikrotonales Musikprogramm mit Werken von Anne La Berge (Amsterdam) und Manfred Stahnke (Hamburg) sowie eigenen Stücken und Improvisationen. Der Abend beginnt mit einer kurzen Einführung in die 19-Ton-Stimmung von Stephen Altoft und verbindet die einzelnen Stücke durch improvisatorische „Links“ zu einem 57-Minuten-Programm.

Ephraim Wegner – Shared Fequencies [269.17, 278.81, 300,77 | 260.33, 312.68, 377.24, 518.55]

Verschiedene Sinustöne und Rauschgeneratoren werden anhand von Zufallsoperationen in den im Titel genannten Frequenzen der 19-Ton Skala clusterartig kombiniert. Auf diese Weise entstehen Interferenzen, die den Frequenzabstand der einzelnen Töne untereinander zum Thema haben. Das Spiel der Elektronik erzeugt durch festgelegte Rahmenbedingungen Töne in unterschiedlichen Dichten – von momenthaft bis kontinuierlich. Die so generierten Akkorde, bestehend aus zwei, drei oder vier Einzeltönen, werden durch den Instrumentalisten mit der Trompete aufgegriffen. Durch diverse Spieltechniken, den Einsatz von Dämpfern und das Umspielen von verschiedenen Akkordstrukturen entstehen, zusammen mit der elektronischen Klangerzeugung, diverse Obertonbewegungen und Klangadditionen sowie ein gemeinsamer Puls.

Manfred Stahnke – Studie

Eine Studie von Manfred Stahnke für die 19Ton-Trompete mit Echtzeit-Elektronik-Bearbeitung, in der die hybriden Möglichkeiten zwischen der 19-Ton-Skala und einer reinen Stimmung genutzt werden. Eine Live-Aufnahme der Trompetenstimme wird in der Folge zunächst eine Oktave tiefer, leise und um den Faktor 2/3 verlangsamt, später auch eine Oktave höher, sehr leise und um den Faktor 3/2 beschleunigt, hinzugefügt. Die hohe Computerstimme wird nach frei zu bestimmenden Pausen dazugespielt, zum Teil im Tempo manipuliert und arrangiert.

Anne La Berge – Away

In Away hat Anne La Berge Stephen Altoft einen Max/MSP Patch als geführte Improvisation erstellt. An Blechblasinstrumente erinnernde Töne, welche mit einem Clavia Nord-Modulatorsynthesizer erstellt wurden, werden mittels kontrollierter Zufallsoperationen abgespielt und dienen dem Instrumentalisten als Zuspiel.
Im Solo-Part improvisiert die Trompete mit langen Tönen und dissonanten Melodien in festgelegten Intervallschritten -vorrangig in Sekunden, Terzen, Septimen und Nonen.
Innerhalb der 19-Ton-Stimmung hat der Performer viel Freiraum und Variationsmöglichkeiten. Auch die Länge des Werkes ist beliebig bestimmbar.

Stephen Altoft – RASP

RASP ist die erste in einer Reihe von Etuden, welche die Möglichkeiten meiner umgebauten 4-Ventil-Mikrotonal-Trompete in Kombination mit zeitgenössischen Spieltechniken erforschen. Mit dieser strukturierten Improvisation untersuche ich die Effekte auf den Luftstrahl, die sich durch die Positionierung des vierten Drehventils in 1/2-, 1/3- sowie 2/3-Stellung in Kombination mit Spalttönen und Multiphonic-Techniken ergeben.

http://www.annelaberge.com/
http://www.manfred-stahnke.de/
http://www.microtonaltrumpet.com/

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